Projekt gute Vorsätze: Alle Jahre wieder oder ein für alle Mal?

Simone Tontsch hat passenderweise zum Jahreswechsel zu einer Blogparade zum Thema Vorsätze aufgerufen. Das passt ja wunderbar!

Vorsätze sind bei uns ein Thema, das uns wohl noch nie so sehr beschäftigt hat wie in diesem Jahr. Dabei gehen Tsu und ich dabei völlig unterschiedlich vor.

Tsu: Die Magie des Schweigens

SchweigenMan kann sich einiges vornehmen, aber noch besser einiges planen. Auch wenn es anderslautende Meinungen gibt: Es kommt eher darauf an, all das mit und für sich zu beschließen und nicht darauf, es anderen zu erzählen.

Insofern hat Tsu zwar ein paar Ideen und Vorhaben für 2018, aber nichts, von dem er glaubt, dass er es öffentlich (in welcher Form auch immer) teilen sollte.

Er hat wenige Vorsätze und die stecken in unterschiedlichen Stadien, von vagen Ideen zu recht Konkretem.

Das muss reichen.

Clawdeen: Die Magie der Struktur

Ich liebe Vorsätze, Pläne, To-Do-Listen und all solche Dinge.

Für mich ist gar nicht so entscheidend, dass diese Vorsätze tatsächliche und konkrete Ziele abbilden. Ich nutze das alles mehr, um mir Dinge bewusst zu machen, die mir wichtig sind, von denen ich möchte, dass ich ihnen zukünftig mehr Zeit oder zumindest einen gewissen Fokus einräume. Darum sind die Klassiker der guten Vorsätze bei mir zwar oft mit dabei, aber meist eher in Bezug auf “kleine Portionen”. Es gibt also zwar “große” Vorhaben, die ich oft im Hinterkopf habe, wenn ich einen Vorsatz festlege, aber die Vorhaben als solche sind eher zielorientierte kleine Häppchen, die mich isoliert von einem “großen Ganzen” herausfordern und inspirieren sollen.

Vorsatzlisten

Insofern gibt es für mich auch keine “Fails”, was solche Vorhaben betrifft. Am Ende eines Jahres krame ich meine Vorsätze wirklich jedes Jahr hervor und vergleiche die Wünsche zu Jahresbeginn mit den Entwicklungen, wie sie tatsächlich im Jahr geschehen sind. Und immer wieder stelle ich positiv überrascht fest, dass ein ziemlich hoher Prozentsatz davon umgesetzt wurde, auch ohne dass ich dauernd alle meine Vorsätze vor der Nase hatte.

Für diese Liste an Vorsätzen nehme ich mir immer viel Zeit. Für 2018 habe ich an einem Tag sechs Stunden am Stück nichts anderes getan, als über meine Vorsätze für 2018 nachzudenken. Und das war nicht mal der erste, einzige oder letzte Tag, an dem ich mich mit ihnen befasst habe (allerdings bei weitem nicht immer so lange).

Die Magie von 2018

2017 war für uns ein ziemlich turbulentes Jahr. Und zwar eines, an dessen Ende wir viele Veränderungen vorgenommen haben.

Keine dieser Veränderungen war irgendwie geplant oder vorgenommen, aber schon jetzt sind wir beide davon überzeugt, dass sie für gravierende Veränderungen 2018 sorgen werden.

Ein Beispiel, an dem das wohl besonders deutlich wird, sind die Veränderungen in Bezug auf unsere Wohnsituation. Bislang war es so, dass wir zwar zusammen leben, aber wenn Clawdeen arbeitet – was monatlich 2-3 Turns von 5-7 Diensten sind -, dann verbrachte sie die Zeit 25km entfernt in einem kleinen 1-Raum-Appartement am Arbeitsplatz. Das war unheimlich praktisch, da der Arbeits- und Heimweg so extrem kurz ist, die Fahrtkosten gering sind (wenn auch gegen die Miete aufzurechnen) und sie sich wegen der Fahrten bei relativ schlechten Verbindungen trotz Schichtdienst keine Sorgen machen musste.

Aber – und das lang unbemerkt und unterschwellig – es war auch nervig. Es geht einfach viel gemeinsame Zeit verloren, und die gemeinsame Zeit braucht dann einen recht hohen Anteil an organisatorischen Inhalten. Und auch davon abgesehen: ständiges Kofferschleppen von A nach B. nie ist das, was gerade gebraucht wird (Unterlagen, Unikram, Lebensmittel …) an dem Ort, an dem man sich befindet, sondern am genau anderen, Termine sind schwer zu planen und einzuhalten (Wann ist man gerade wo? Hat man vor Ort den richtigen Ansprechpartner oder genau am anderen?), und zuletzt war dieses Appartement auch einfach nie ein Zuhause.

Anfangs hatte Clawdeen versucht, es auch klar von einem Zuhausegefühl abzugrenzen, indem sie es unwahrscheinlich karg hielt. Als sie merkte, dass sie sich damit nicht wohlfühlte, hat sie ein paar Möbel gekauft, ein bisschen Deko und Pflanzen. Aber das hat es auch nicht wirklich verbessert. Und tägliche Videokonferenzen/Telefonate mit dem Partner sind auch einfach nicht dasselbe wie die Gespräche, wie sie in Gemeinsamkeit aufkommen. Selbst wenn man noch so ungezwungen und vertraut miteinander umgeht.

Umzug

Zum Jahresende hat Clawdeen Job und Appartement – wenn auch aus eigentlich ganz anderen Gründen – gekündigt. Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht, aber nachdem sie getroffen war, haben sich die Dinge sozusagen von ganz allein verändert. Erst kleckerweise, dann ab Mitte des Monats, wo dann der konkrete Auszug anstand, rasant.

Die Magie der Veränderung

Unsere Stimmung ist geradezu ausgelassen. Eigentlich sind wir beide ohnehin gut gelaunte Menschen, aber ständig fällt uns etwas ein, was wir 2018 mal machen könnten. Es sind Dinge, die wir schon mal geplant hatten und uns jetzt wieder in den Sinn kommen. Es sind Dinge, über die wir vorher noch gar nicht nachgedacht haben.

Allein in den letzten 2 Monaten haben wir einen Urlaub geplant und gebucht. Wir haben Pläne für die Umgestaltung der Wohnung geschmiedet. Außerdem haben wir ein paar neue Möbel gekauft und alte aussortiert. Wir haben überhaupt sehr vieles aussortiert. Dann haben wir noch einen Raum frisch in hellem Grün gestrichen, neue Kochrezepte ausprobiert und einiges mehr. Wenn das kein Flow ist, dann wissen wir auch nicht.

Von daher sind wir sehr gespannt auf 2018. Ob mit oder ohne unsere Vorsätze ist klar, dass 2018 ein Jahr werden wird, in dem sich vieles bewegt. Wohin genau auch immer: wir fließen mal mit. 🙂

2 Kommentare

  1. Liebe Clawdeen, lieber Tsu,

    auch eine schöne Art, mit Vorsätzen umzugehen! Viel Erfolg wünsche ich euch damit. Und vielen Dank für den Beitrag zu meiner Blogparade!

    LG
    Simone

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